Hessenregatta (fast) ohne Wind

Erst ein Nachtrag zum Hafentag:

Morgens vor 6 Uhr waren alle Crews bereits wach. Irgendwer trötete lang und laut und immer wieder. Der Übeltäter kommt wohl immer näher. Verschlafene Blicke  streifen durch den Yachthafen Hohe Düne: Dicker Nebel liegt vor der Hafenausfahrt, die Fähre läuft ein, das Getröte alle 2 Minuten muss sein, es handelt sich um das erforderliche Schallsignal bei Nebel.

Beim Bergfest gab es wieder traditionelles Essen: Matjes mit Bratkartoffel und Krautsalat. Dazu rote Grütze mit Vanillesoße – die muss nicht Tradition werden, das gute Bier schon.

Überraschung des Abends: Als Hauptsponsor der Tombola wurde der Ship-Shop Edersee  genannt. Also Thomas Hennig ist hier auf Dienstreise!

Der ebenfalls traditionelle Abstecher zur Cubar war nur teilweise erfolgreich, 2/3 der SCE Teilnehmer bekamen nichts, weil die Gastronomen an diesem  Abend mit so vielen Gästen überfordert waren.  

Am fünften Tag:

Das Bier und was sonst noch getrunken wurde, hielt die Teilnehmer nicht vom pünktlichen Aufstehen ab. Ab 7:00 Uhr ist Funkbereitschaft angesagt. Um 6:55 Uhr kommt dann auch prompt schon die erste Durchsage der Regattaleitung: Es wird erst mal keine Startlinie aufgebaut, alle Schiffe fahren um 9:00 Uhr mit der Regattaleitung in langsamer Marschfahrt, also 5 Knoten, westwärts. Wenn irgendwann mehr Wind uns das Segeln ermöglicht, geht es los.

Also lange nix zu tun, man sieht sich, ruft sich mal was zu, Thomas Nöcker steigt mal mit dem Bootsmannsstuhl der Divine Caroline in den Mast, dort war eine Schraube locker, das Großsegel war nicht zu heißen.

Etwa 13:00  Uhr,  nach Stunden motoren mit fast Rumpfgeschwindigkeit kam die erlösende Nachricht: Wir bauen eine Startlinie auf! Start in der üblichen Reihenfolge.

Wieder das alte Spiel: Der Wind fängt schwach an Wind und lässt dann nach. Danach versuchen Segler aus der gleichen Startgruppe die Jade  abzudecken. Es wird spannend. Habe noch nie  jemand unter Spi ausgeluvt. Es klappt! Eine Dehler 38 läuft dann doch ordentlich. Gegner zuletzt abgeschlagen zurückgefallen.

Also weiter auf die Tonne 2 des Lübeck-Gedser Weges zuhalten. Eine Herausforderung bei  1- 3 Knoten Wind. Als es endlich geschafft ist, lässt sich die Regattaleitung zwar die Zeit durchsagen, beendet aber die Wettfahrt nicht an der Tonne, um die hinteren Teilnehmer bei Laune zu halten. Die Wirkung auf die Laune der vorderen Teilnehmer ist vorhersehbar.

Also weiter dümpeln, Nieselregen ertragen, Lichter führen , und dann kommt die ersehnte Bahnverkürzung doch.  Motor an und auf  nach Grömitz.

Die Divine Caroline wird Gruppenerster, Glückwunsch und ansonsten schweige ich.

Am sechsten und letzten Tag

Umgekehrte Startreihenfolge, die Chartergruppen zuerst, dann die Eignergruppen. Start ab 8 Uhr. Also das bekannte 6-7-8.  Um 6 aufstehen, um 7 Frühstück du um 8 aus dem Hafen laufen zur Startlinie. Segel hoch, 8:20 Uhr über die Startlinie.

Wieder kaum Wind,  der Regatta geht offenbar doch die Puste aus.

Die Skipper des SCE bleiben in Landnähe und kreuzen dort zur Tonne Schwarzer Grund auf. Andere fahren weit raus und finden mehr Wind auf einem insgesamt längeren Weg.

Die Lucas erreicht einen guten Platz 4.

Es folgt die Siegerehrung

Bis dann

 

Erwin Koch


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