Geht der Hessenregatta im Jubiläumsjahr die Puste aus?

Liebe Mitglieder,

das Redaktionssystem und ich – wir sind noch nicht Freunde.

Aber jetzt folgt der abgeschnittenen Teil, bzw. das Ganze:

Am ersten Tag von, von Burgtiefe nach Gedser ging es nach der Untiefentonne Staberhuk fast schnurstracks nach Norden. Windstärke 3 bis 4 , 30 Meilen lang und am Ende 3, 4, 5.

Am ersten Tag:

In engen Abständen liefen die 3 Yachten des SCE im Ziel ein. Zuerst Wolfgang Malkus mit der „Divine Caroline“ nach 4 Sunden 30 Minuten 22 Sekunden, gefolgt von Thomas Hennig auf der „Lucas“, 4 Stunden, 35 Minuten und 28 Sekunden. Gleich drauf folgte Erwin Koch auf der „Jade“ mit 4 Stunden 38 Minuten 42 Sekunden.

Nach Yardstick die Lucas dann auf Platz 3, die Divine Caroline Platz 4 und die Jade Platz 5.

Am zweiten Tag:

Weiter nach Stubbeköbing zu Grillen! Wetterbericht am Vorabend: Wind Stärke 3 aus Nordost, Strategie: Unter Land, wo der Wetterbericht guten Wind, noch verstärkt durch den Seewind, verspricht.

Am nächsten Morgen: Wind soll jetzt aus Nordwest kommen, später auf Ost drehen. Noch besser, hilft uns später nach Nordost zu laufen.

Der Wind hatte den aktuellen Wetterbericht nicht gelesen. Kam zunächst aus Nordost. Spikurs zur Tonne Trindelen. Die Divine Caroline schiebt sich durchs Feld und liegt an der Tonne sehr gut. Nach der Tonne fahren die einen raus zum Wind und die anderen bleiben unter Land, der Seewind soll’s richten.

Es läuft auch zunächst gut. Allerdings schläft dann der Wind ein, die Sonne setzt sich nicht durch und der Seewind fällt aus. Sehnsüchtig blicken die dümpelnden Teilnehmer nach Osten, wo die anderen Schiffe gut fahren.

Die Yachten der Gruppe E geben nach und nach auf, bis 20 Uhr ist das Ziel unter Segeln nicht mehr zu erreichen. Dann gibt auch die Lucas auf. Die Jade versucht es weiter, wird später erst mal mit auffrischendem Wind belohnt, der Spi wird gesetzt und wir machen unerwartet über 4 Knoten Fahrt. 20 Minuten später ist alles vorbei. Das Ziel in 5 Meilen die Fahrt bei 0,5 bis 1,5 Knoten. Nicht zu schaffen, aufgeben und über Funk abmelden. Geht nicht, Regattaleitung feiert schon und ist nicht mehr über Funk erreichbar.

2 Stunden später sind wir in Stubbeköbing am Grill! Das Bier schmeckt, die Gespräche sind gut.

Die Divine Caroline erreichte Platz 4.

Am dritten Tag:

Von Stubbeköbing nach Warnemünde. Start bereits unter Spi. Flotte Fahrt – eine Stunde später geht uns der Wind erneut aus. Nach Stunden kommt die Bahnverkürzung, Ziellinie wird die Tonne Trindelen, allen bekannt, haben wir am Vortag backbord liegen gelassen. in 270 Grad. Heute soll sie wir die Zeit nehmen, wenn wir die Tonne in 100 Grad haben. (Die Zeit wird immer von den Teilnehmern genommen, dazu die Yacht davor und dahinter angegeben, damit erkennbar ist, ob die Zeit stimmen kann.) Kam die Frage über Funk: Die Tonne steuerbord oder Backbord liegen lassen?  🙂

Die Divine Caroline fuhr erst gut, wurde unter Land dann erst mal langsamer, die Jade weiter vorne. Dann der gerechte Ausgleich. Die Caroline schiebt sich langsam nach vorn. Die Lucas hat keinen Spi, muss sich mit einer Zuschauerrolle zufrieden geben.

Wettfahrtende wird auf 16 Uhr festgelegt, sonst schaffen wir es unter Motor nicht mehr rechtzeitig nach Warnemünde. Alle prüfen ihre Chancen. Vielleicht 5 Yachten könnten es schaffen. Aber an der Tonne kommt ein leichter Wind aus Südwest, sagt die Regattaleitung. Später stellt sie fest: Es reicht nicht wir brechen ab. Motor an.

Kaum 20 Minuten unter Motor gibt es wieder etwas Wind. 3 Knoten 4 Knoten, dann Windstärke 3 Windstärke 4. Gut dass wir das Groß stehen ließen. Genua raus, Motor aus der stramme Südwest beschert uns bis zu 9,6 Knoten Fahrt. Dann hat sich der Tag doch noch gelohnt. 19:05 Uhr in Warnemünde fest. Es gibt viel zu erzählen, die Teilnehmer des SCE feieren in der Seekiste zur Krim.

Am vierten Tag ist Hafentag

Ausschlafen, Eis essen, entspannen und dann das Bergfest, diesmal im Lokschuppen.

Viele Grüße aus Warnemünde

Erwin Koch und Crew von der Jade


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